Depression erkennen und behandeln

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Depression

Die Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, etwa 4 Millionen Menschen sind in Deutschland derzeit betroffen. Erkrankte leiden unter Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Interessenverlust und Konzentrationsstörungen, das Bewältigen alltäglicher Aufgaben fällt sehr schwer. Aber auch körperliche Symptome zeigen sich häufig: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und Verdauungsstörungen zählen zu den häufigsten Anzeichen.

Ursachen und Auslöser

Im Gehirn sind sogenannten Neurotransmitter, wie Serotonin und Noradrenalin, für eine positive Stimmung verantwortlich. Ist die Produktion dieser Botenstoffe gestört, wirkt sich das auf Wohlbefinden und Stimmung aus. Dieses Phänomen kann man bei an Depression Erkrankten beobachten. Ebenso kann auch eine erhöhte Konzentration von Stresshormonen im Blut eine Erkrankung begünstigen.

Häufig gelten auch sogenannte psychosoziale Auslöser als Ursache für eine Depression. Stress, Überarbeitung und das Erleben traumatischer Erlebnisse, Schicksalsschläge und Störungen in der Kindheit können einen Ausbruch der Erkrankung bewirken.

Darüber hinaus besteht eine erhöhte Anfälligkeit, wenn ein Elternteil unter Depressionen leidet. So erkranken 10-15% der Kinder ebenfalls. In den meisten Fällen ist nicht nur eine Ursache für die Erkrankung verantwortlich, sondern ein Zusammenspiel aus mehreren Auslösern gibt den Ausschlag.

Diagnostik

Nicht jedes Stimmungstief ist gleich eine Depression. Manchmal werden wir von Verstimmungsphasen geplagt, die jedoch nur von kurzer Dauer und nicht mit einer Depression gleichzusetzen sind. Daher bedarf es einer gründlichen Diagnostik durch den Psychiater oder Psychologischen Psychotherapeuten, der zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten führt, um Symptome, Auslöser, Regelmäßigkeiten und Ausprägungen zu ermitteln. Zugleich wird geprüft, ob Vorerkrankungen oder genetische Veranlagungen vorliegen können. Auf Basis dieser Informationen kann der Arzt herausfinden, ob es sich bei der Erkrankung tatsächlich um eine Depression handelt oder eine andere psychische Erkrankung, wie Schizophrenie oder Angststörung, vorliegt.

Therapie

Sollten sich erste Anzeichen einer Depression zeigen, ist es ratsam, zeitnah einen Arzt aufzusuchen. Denn eine Depression kann in der Regel erfolgreich behandelt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird.
Im Rahmen der therapeutischen Behandlung gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei der medikamentösen Behandlung werden vom Arzt Antidepressiva verschrieben. Diese bringen den Haushalt der Botenstoffe im Gehirn wieder ins Gleichgewicht und wirken stimmungsaufhellend und antriebssteigernd.

Darüber hinaus gibt es psychotherapeutische Verfahren, die dem Betroffenen helfen, in Form einer Verhaltenstherapie die Bewältigung und Strukturierung des Alltags und den sozialen Umgang mit anderen Menschen zu trainieren. Darüber hinaus wird mit verschiedenen Therapieansätzen versucht, negative Gedanken und Denkmuster abzubauen und ins Positive umzuwandeln.

Die dargestellten Verfahren werden meist miteinander kombiniert und speziell auf die Bedürfnisse des Betroffenen angepasst.