Die Digitale Volumentomographie – Ohr und Nase im Detail untersuchen

Durchführung einer Digitalen Volumentomographie innerhalb von Sekunden und ohne „Röhre“.

Über das Dilemma einer segensreichen Entwicklung des computergestützten Röntgen zwischen Medizin und Kommerz.

Seit der Erfindung durch W. Conrad Röntgen am 08. November 1895 haben Röntgenstrahlung unendlich viel dafür geleistet, Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Heute ist die Computertomographie (CT) die zeitgemäße Variante der Röntgenröhre. Die CT liefert Schicht-Bilder der knöchernen Nasennebenhöhlen oder des Felsenbeins. Eine Fortentwicklung des Verfahrens ist seit über 15 Jahren mit der Digitalen Volumentomographie (DVT), auch Cone-beam CT (CBCT) genannt, verfügbar. Eine digitale Aufnahmetechnik und ein winziger Kamera-Roboter erzeugen auf der Basis eines Kegelstrahls innerhalb von wenigen Sekunden Volumendatensätze, deren Auflösung für den Mediziner in den entscheidenden Details nochmals besser als eine CT ist. Dabei benötigt ein DVT teilweise eine deutlich geringere Strahlendosis als eine CT.

Dabei liegen die effektiven Kosten für das Gerät weit unter denen einer CT. Aus diesen Gründen werden Ihnen unsere Ärzte in der Regel ein DVT empfehlen, falls eine Bildgebung an Nase oder Ohr erforderlich wird.

                              » Die DVT ist im Vergleich mit der CT
                                     das bessere Verfahren für die Darstellung
                        von Nasennebenhöhlen und des Mittelohres.* «


Das DVT wäre eine reine Erfolgsgeschichte, gäbe es nicht ein entscheidendes Dilemma, das so nur in Deutschland existiert. Die gesetzlichen Krankenversicherungen verweigern – im Gegensatz zu den privaten Versicherungen – die Kostenerstattung der DVT und empfehlen dem Versicherten, eine CT durchführen zu lassen. Obwohl eine CT mit ca. 140 Euro fast identische Kosten hervorruft wie eine DVT, obwohl die DVT- Bilder sich besser für die millimeterkleinen Strukturen an Nase/Schädelbasis und Mittelohr eignen, obwohl die Röntgenbelastung bei der DVT geringer wäre. Und obwohl der Patient in den meisten Fällen die DVT unmittelbar in der HNO-Praxis oder Klinik durchführen lassen könnte und dabei dieselben strengen Regelungen der Röntgenverordnungen gelten, wie in der Röntgenpraxis. Der Hintergrund ist eine seit mehr als 10 Jahren ausstehende Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses (www.g-ba.de). Über die Hintergründe soll an dieser Stelle nicht spekuliert werden. Statt dessen bietet KOPFZENTRUM seit 2014 mit mehr als 2.000 Untersuchungen erfolgreich die DVT-Untersuchung für eine Zuzahlung von 150 Euro an und kann damit kostendeckend diese moderne und schonende Untersuchungstechnik allen Patienten, unabhängig von der jeweiligen Krankenversicherung, anbieten. Ausgewählte gesetzliche Krankenversicherungen erstatten auf Antrag übrigens die angefallen Kosten. Über Details informiert Sie gerne unsere Leistungsabrechnung.

 

* Literatur
1. Laryngoscope. 2014 Sep;124(9):2002-6. doi: 10.1002/lary.24603. Epub 2014 Feb 27. Comparison of simulated cone beam computed tomography to conventio nal helical computed tomogr   BF 4th

2. Am J Otolaryngol. 2016 Jan-Feb;37(1):59-64. doi: 10.1016/j.amjoto.2015.08.002. Epub 2015 Aug 24. Cone beam CT paranasal sinuses versus standard multidetector and low dose multidetector CT studies. Al Abduwani J1, ZilinSkiene L2, Colley S3, Ahmed S4

3. Rofo. 2016 May;188(5):488-93. doi: 10.1055/s-0042-101251. Epub 2016 Mar 16. Comparison of the Radiation Dose from Cone Beam Computed Tomography and Multidetector Computed Tomography in Examinations of the Hand. Neubauer J1, Neubauer C1, Gerstmair A1, Krauss T1, Reising K2, Zajonc H3, Kotter E1, Langer M1, Fiebich M4, Voigt J4.­­­