Kopfschmerzen

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Gesundheitstipp Kopfschmerzen

Wer kennt das nicht – ein Druckgefühl über der Stirn, Schmerzen im Nacken die über den gesamten Kopf nach vorn ziehend, teilweise verbunden mit Unwohlsein und Schwindel.

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Leiden, mit denen Patienten einen Arzt aufsuchen. Schätzungsweise 54 Millionen Deutsche beklagen anfallsweise oder chronische Kopfschmerzen. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Eine genaue fachärztliche Abklärung ist in den meisten Fällen zwingend nötig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Unterschieden werden muss zwischen lebensbedrohlichen Ursachen für Kopfschmerzen und den vielfältigen weiteren Krankheitsbildern, die für solche Beschwerden in Frage kommen.

Plötzlich einschießende stärkste Schmerzen, verbunden mit Gefühlsstörungen, Kraftverlust, Seh- oder Sprachstörungen sind ein Hinweis auf eine Hirnblutung oder einen Schlaganfall. In diesem Fall ist umgehend der Notarzt zu verständigen, der nach Erstversorgung die weiterführende Diagnostik in einer neurologischen Notaufnahme veranlassen wird.

Sollten die Kopfschmerzen mit einer so genannten Aura beginnen, meist im Sinne einer vorübergehenden leichten Sehstörung oder Schwindel, kann eine Migräne vorliegen. Dieses Krankheitsbild ist den meisten Betroffenen bereits bekannt, so dass nach ausführlicher neurologischer Diagnostik präventiv medikamentös und dann auch gezielt symptomatisch im Anfall therapiert werden kann.

Weitaus häufiger ist der so genannte Spannungskopfschmerz. Hierbei sind vor allem Verspannungen im Bereich der oberen Rücken- und auch vorderen Halsmuskulatur ursächlich, die jedoch selten isoliert auftreten. Diese führen dann zu muskulären Verkürzungen oder Verhärtungen, die ausstrahlen und beispielsweise bis in die Stirn oder das Ohr ziehen können. Vielfach sind Fehlbelastungen durch eine ungesunde Körperhaltung am Arbeitsplatz oder mangelnde Bewegung der Grund, wobei das Thema Prävention im Rahmen der Therapie eine übergeordnete Rolle spielt.

Kopfschmerzen, die im Zusammenhang mit wiederkehrenden Entzündungen der Nasenschleimhäute und den dahinter liegenden Nasennebenhöhlen stehen, sind eines der Hauptsymptome einer chronischen Rhinosinusitis. Auch ohne für den Betroffenen spürbare Entzündungszeichen sind oftmals anatomische Engstellen der Nase und Nasennebenhöhlen dafür verantwortlich, dass es zu einer Störung der normalen Belüftung kommt. Es bildet sich in den Nasennebenhöhlen ein Unterdruck, der zu Kopfschmerzen und einem mitunter äußerst unangenehmen Druckgefühl kommt. Treten diese Beschwerden im Rahmen von Flugreisen beim Start und der Landung auf, spricht man von der sogenannten Aerosinusitis. In jedem Fall muss eine HNO-ärztliche Untersuchung erfolgen, die neben der Endoskopie der Nase immer auch eine Allergietestung, die Überprüfung der Nasenatmung durch computergestützte Messungen und eine hochauflösende dreidimensionale Röntgendiagnostik mittels digitaler Volumentomographie beinhaltet. Bei der Röntgendiagnostik der Nasennebenhöhlen ist eine möglichst detailgenaue Auflösung der Drainagewege und damit verbundenen Engstellen bei niedrigster Strahlenbelastung gefordert. In Abhängigkeit der erhobenen Befunde wird der HNO-Facharzt die geeigneten Therapiemöglichkeiten erläutern, die von einer lokalen antientzündlichen Therapie in Form eines Nasensprays bis hin zu funktionellen Operationen zur Besserung der Belüftung von Nase und Nasennebenhöhlen reichen können.

Dauerhafte und wiederkehrende Kopfschmerzen stellen nicht nur eine Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens dar, sie können auch Langzeitfolgen haben. In den allermeisten Fällen lässt sich nach fachärztlicher Untersuchung eine genaue Ursache feststellen und die darauf abgestimmte Therapie einleiten.

Zögern Sie nicht, einen Termin zur Beratung in einer unserer Filialen zu vereinbaren. Wir würden uns freuen, Sie als Patienten begrüßen zu dürfen und dafür zu sorgen, dass Sie ohne Kopfschmerzen durch das Leben gehen!