Wenn Schnupfen zur Krankheit wird

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Ein Schnupfen ist eine unangenehme, jedoch völlig harmlose Erkrankung. Schnupfenviren siedeln sich in der Schleimhaut der Nase und der Nasennebenhöhlen an und führen zu den bekannten Symptomen. Die Eigenabwehr des Körpers erkennt die Infektion und kann sie rasch eindämmen. So ist die Erkrankung nach etwa 10 Tagen wieder verschwunden.

Was hilft?

In den meisten Fällen bedarf es nicht einmal einer Arztkonsultation. Die Behandlung sollte abschwellende Nasentropfen, schleimlösende Substanzen und ein antientzündliches Schmerzmittel umfassen. KOPFZENTRUM verordnet dafür folgende Präparate, die auch rezeptfrei in der Apotheke erworben werden können:

  • Otriven Nasenspray, 3mal täglich
  • Gelomyrtol forte, 3mal täglich
  • Ibuprofen 600, 2mal täglich

- Präparate können gegen wirkstoffgleiche Produkte ausgetauscht werden, Empfehlungen des Apothekers und des Beipackzettels beachten -

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Ein Arzt wird erst dann erforderlich, wenn der Schnupfen ständig wiederkehrt (bis ca. 4x pro Jahr ist normal) oder auf andere Organe (Mittelohr, Rachen, Mandeln, Lunge) übergreift. Dann liegt in den meisten Fällen ein sogenannter Fokus, ein Krankheitsherd, vor, der das Immunsystem überfordert. Häufigster Fokus für immer wiederkehrende Infekte der oberen Luftwege sind die weithin unbekannten Nasennebenhöhlen. Sind die millimeterdünnen Kanäle zwischen Nase und Nebenhöhle verstopft, bilden sich Schleimhautschwellungen und Polypen, welche die Entzündung immer wieder aufflammen lassen. In diesem Fall ist eine HNO-Diagnostik erforderlich, die nach den KOPFZENTRUM-Standards u.a. eine hochauflösende Endoskopie und ein modernes Röntgenbild ermöglicht - das DVT. Außerdem muss eine allergische Nasenschleimhautentzündung ausgeschlossen werden.