Spektral-Endoskopie: Die Zukunft im chirurgischen Cockpit

Das ACQUA Cockpit OR340 bei einer Nasennebenhöhlen-Operation. Zusätzlich zu den anatomischen Landmarken und den Hinweisen des Navigationssystems erreichen den Chirurgen Informationen zur Gewebebeschaffenheit.

Chirurgie ist Faszination. Auch unsere erfahrenen Operateure berichten immer wieder von der Schönheit des menschlichen Körpers, die heute dank hochauflösenden Kamera­systemen und Hightech-Cockpits viel kontrollierter und übersichtlicher vor ihnen liegt.

Schleimhaut ist Schleimhaut. Dachten Chirurgen bis vor wenigen Jahren und mussten sich bei der Frage, was sich hinter der Oberfläche verbirgt, auf die mikroskopischen Untersuchungen verlassen. Dann ist der Patient allerdings schon lange wieder zu Hause, Entscheidungen fallen so erst im Abstand von Tagen.

Bis ACQUA Klinik vor 4 Jahren mit Hilfe des Unternehmens Karl Storz, Hersteller für die Endoskopiesysteme im Cockpit, begann, die S-Endoskopie für die HNO zu entwickeln. Das Verfahren stellt Grenzzonen von Geweben, Gefäße oder besondere Zelltypen dar. So lässt sich heute während der OP erkennen, ob ein Abschnitt gut durchblutet ist oder die Drüsenzellen für eine ordentliche Funktion ausreichen. Das sind wertvolle Information für die Therapie.

Der Chirurg ist damit auch in der Lage, während der Operation zwischen krankem  und gesundem Gewebe zu unterscheiden. Er kann z. B. Areale identifizieren, die von einer Behandlung mit Medikamenten profitieren  und diese gezielt injizieren.


                         » Während des Eingriffs nicht nur die Struktur,
                                           sondern auch die Funktion einschätzen:
                                Das ist mit S-ENDO erstmals möglich. «

 


                                          

Der endoskopische Blick mit einer HD-Kamera zeigt zunächst unauffällige Strukturen der rechten Stimmlippe.    

Erst mit der Spektralendoskopie (S-ENDO) wird die Veränderung sichtbar, aus der sich in den kommenden Monaten ein Tumor entwickeln kann.