Screening, mobiles Schlaflabor und moderne Behandlungen (SLEEP)

Ist mein Schnarchen nur lästig oder auch gefährlich?

Fast jeder Mensch schnarcht gelegentlich. Schnarchen wird lästig, wenn es regelmäßig auftritt. Schnarchen ist gefährlich, wenn zusätzliche Atemaussetzer eine gewisse Häufigkeit und Dauer überschreiten. Dann gerät der Körper immer wieder in eine Notsituation, die mit einem Sauerstoffabfall verbunden ist. Der Betroffene kann alleine nicht unterscheiden, in welche Gruppe sein Schnarchen fällt.

Wie bekommen ich heraus, zu welcher Gruppe mein Schnarchen gehört?

Zuerst muss der Grad des Schnarchens und der Atemaussetzer festgestellt werden. Dafür gibt es Profi-Systeme, welche genaue Parameter (z. B. Entsättigungsindex) bestimmen. Sie erhalten über ein oder zwei Nächte ein solches System mit nach Hause. Danach werden in einer Schlafendoskopie der genaue Ablauf des Schnarchens und eventuelle mechanische Hindernisse dargestellt.

Wie werden Schnarchen und/oder schlafbezogene Atemstörungen behandelt?

Nach der ärztlichen Diagnostik wird ein Therapieplan erstellt. In den meisten Fällen genügen kleinere chirurgische Korrekturen am oberen Atemweg. Darüber hinaus können Gewichtsreduktion, Protrusionsschiene, Schlafhygiene oder eine Maskenbeatmung die Therapie ergänzen. Die Sektion Schlafbezogene Atemstörungen wird am Kopfzentrum von Frau Dr. Katja Mühlbauer (Leipzig) und Dr. Christian Korte (Halle/Saale) geleitet. Die Koordination der Diagnostik kann in allen HNO-Sprechstunden von Kopfzentrum erfolgen.

PAT (periphere arterielle Tonometrie)

Mit Hilfe eines Fingersensors, der auf winzige Veränderungen im Gefäß- und Nervensystem reagiert, können die wichtigsten Parameter der Atmung im Schlaf (AHI / RDI / ODI, Schlafphasen, echte Schlafzeit) zuverlässig erfasst werden. Die PAT ist konventionellen Messverfahren im Komfort deutlich überlegen und erreicht vergleichbar gute Aussagen wie ein Aufenthalt im Schlaflabor.

Schlafendoskopie (SLEEP)

Bei dieser Untersuchung wird mit einem Medikament ein kurzer Schlaf ausgelöst. Unter anästhesiologischer Überwachung kann der Patient so durch den HNO-Arzt untersucht werden. Dazu wird ein flexibles Miniatur-Endoskop über die Nase so platziert, dass alle wichtigen Strukturen, die beim Schnarchen beteiligt sind, beobachtet werden können. Es resultiert eine eindeutige Behandlungsempfehlung für die darauffolgende Therapie.

Reduktion des weichen Gaumens / Zäpfchens ( LAUP 1 –4)

In den meisten Fällen kommt es bei jahrelangem Schnarchen zu einer Vergrößerung des Gaumen-Zäpfchens (Uvula). Das wiederum verstärkt die ohnehin vorhandene Neigung zum Schnarchen. Mit der Verkleinerung der Uvula und Straffung des Gaumens kann eine rasche Besserung des Schnarchens unterstützt werden. Dieser Eingriff wird bei Bedarf mit einer Verkleinerung der Gaumenmandeln kombiniert (LAUP 3–4). Der Eingriff wird mit einem fasergeführten Laser minimal-invasiv in Vollnarkose durchgeführt.

Unterkieferprotrusionsschiene (UKP)

Eine UKP wird nur während des Schlafes getragen und passt wie ein Sportmundschutz. Sie unterstützt den Kiefer und die Zunge in einer vorderen Position zu bleiben und dabei den oberen Atemweg offen zu halten.

 

Produktflyer - Schnarchdiagnostik


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