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Kopfzentrum GruppePsychiatrie & Psychotherapie

Psychiatrie & Psychotherapie

Sektionen & Ärzte

Leistungen

Störungen unsereres Gedächtnisses, Erinnerungslücken, Antriebslosigkeit oder Veränderung der Persönlichkeit können Symptome einer beginnenden Demenz sein. Unser Ziel ist zunächst die Trennung zwischen einer z.B. „normalen Altersvergesslichkeit“ und einer Demenz im Sinne einer progredienten Erkrankung. Hand in Hand mit unseren neurologischen Spezialisten geht es in einem solchen Fall um die längstmögliche Sicherung der bestehenden Lebensqualität. Hierfür prüfen wir zunächst die verschiedenen Ursachen einer Demenz, nicht zuletzt um alternative Erklärungen zu den häufigen Ursachen wie Alzheimer Demenz oder durchblutungsbedingte Demenz zu finden und dann gezielter zu behandeln. Eine dritte Säule in der Betreuung Demenzkranker stellt neben der Diagnostik und Therapie die Aufklärung und soziale Begleitung der Betroffenen und ihrer Angehörigen dar. 

Depressionen gehören zu den häufigen psychischen Erkrankungen und werden nicht selten übersehen bzw. sehr spät diagnostiziert. Dies bedeutet im Einzelfall ein langes Leiden der Patienten. Neben einer standardisierten Diagnostik, bieten wir einen kombinierten Therapieansatz moderner pharmakologischer Optionen  und evidenter psychotherapeutischer Verfahren. Unser Schwerpunkt ist hierbei die Betreuung  „therapieresistenter“ Erkrankungen und von Menschen mit Mehrfachdiagnosen z.B. in Kombination mit einer körperlichen Erkrankung.

Mobbing ist eine persönliche Notsituation. Neben praktischer Lebenshilfe und unterstützender Zuwendung, ist es wichtig, eine Differenzierung zu psychiatrischen Erkrankungen zu erkennen. Sicherlich führen Belastungssituationen wie Mobbing häufig zu depressiven Symptomen. Daraus erwächst aber nicht zwangsläufig eine Depression im medizinischen Sinne. Relevanz erlangt diese Unterscheidung bei der Frage nach einer Therapie. Während reaktive Symptome eher psychotherapeutischen Interventionen zugänglich sind, erfordern zugrundeliegende Erkrankungen häufig eine medikamentöse Therapie.

Schlafstörungen können quälend sein. Neben organischen Ursachen, welche u.a. von unseren HNO Spezialisten diagnostiziert und ggf. behandelt werden können, gibt es auch nichtorganische Schlafstörungen. Überproportional häufig findet man dabei psychische Störungen, welche letztendlich nicht nur in der Nacht Leid erzeugen. Therapeutisch ist die „Schlaftablette“ immer nur eine vorübergehende Option. Ziel unserer Behandlung ist eine individuelle, langfristig angelegte Besserung der Beschwerden.

“Ich bilde mir das doch nicht nur ein!“ Das ist der häufigste Gedankengang der Patienten, mit denen man die Möglichkeit eines zumindest teilweise psychodynamisch getragenen, wenngleich eindeutig körperlich empfundenen Beschwerdebildes erörtert. Es geht auch nicht darum, dass die Beschwerden eingebildet sind, der Betroffene sich die Beschwerden ausdenkt oder gar simuliert. Somatoforme Beschwerden bedeuten für den Betroffenen ein ebenso schlimmes Leid, wie eine körperlich getragene Erkrankung. Wir sehen unsere Aufgabe in der, nach definitivem Ausschluss organischer Ursachen, Erkennung solcher Erkrankungen. Wir sprechen das Thema mit dem Patienten an und erörtern mögliche Therapieansätze.

Der erste epileptische Anfall ist immer ein Ereignis, welches mit vielen Fragen verbunden ist. Stellt die eigentliche Anfallursache eine medizinische Herausforderung dar, sind dem Patienten häufig andere Fragen näher. Muss ich jetzt immer mit Anfällen rechnen? Was wird aus meinem Führerschein? Kann ich meinen Beruf weiter ausüben? Was wird aus meinem Kinderwunsch? Worauf muss ich achten, was muss ich vermeiden? Die Beantwortung dieser Fragen setzt eine umfassende Diagnostik und individuelle Auseinandersetzung mit der Lebenssituation des Betroffenen voraus.

Tumore des Nervengewebes sowie seiner Anhangsgebilde werden in der neurologischen Diagnostik häufig auffällig  und in der Regel einer neurochirurgischen Therapie bei einem unserer klinischen Partner zugeführt. Während und nach der Therapie (Operation und z.B. Chemotherapie oder Bestrahlung) betreuen wir auch schwerstkranke Patienten in intensiver Kooperation und enger Absprache mit Neurochirurgen und Strahlentherapeuten. Neben der Behandlung der möglichen Folgeerscheinungen der Erkrankung (Epilepsie, Schmerzen, Übelkeit, psychische Veränderungen) sehen wir uns auch als meist ersten Ansprechpartner für den Betroffenen und die Angehörigen in dieser schweren Zeit.

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine häufige Erkrankung des peripheren Nervensystems, konkreter des Nervus Medianus. Dabei kommt es durch verschiedene Ursachen zu einem verstärkten Druck auf den Nerven im Bereich des Handgelenkes. Zur Entscheidung über die richtige Therapiestrategie, erfolgt eine standardisierte elektrophysiologische Quantifizierung des Schadens. Komplexer werden die Diagnoseverfahren bei sich überschneidenden oder konkurrierenden Schädigungsmechanismen, z.B. bei einer zusätzlichen Schädigung im Bereich der Halswirbelsäule. Auch andere sogenannte Engpasssyndrome (Sulcus Ulnaris Syndrom, Tarsaltunnelsyndrom etc.) werden in unserem elektrophysiologischen Labor diagnostiziert.

Kopfschmerzen sollten zunächst in ihrer Ursache untersucht werden. Hierzu führen wir standardisiert diverse technische Untersuchungen (MRT, EEG) zum Ausschluss einer verifizierbaren funktionellen oder strukturellen Ätiologie durch. In einem 2. Schritt wird dann anhand des anzunehmenden Kopfschmerzsyndroms, ein individueller Therapieplan erstellt. Dies kann von nichtmedikamentösen über bedarfsorientierte medikamentöse Maßnahmen bis hin zu komplexen Prophylaxestrategien reichen.

Der Verdacht auf eine neurologische Systemerkrankung entsteht häufig bei anderweitig nicht eindeutig zuzuordnendnen Beschwerden. Damit verbunden sind Ängste sowie der nachvollziehbare Wunsch einer raschen und umfassenden Abklärung. Als Schwerpunktpraxis für neuroimmunologisch vermittelte Erkrankungen, insbesondere der MS, nehmen wir diese Ängste sehr ernst. Wir sind in der Lage, rasch alle entscheidenden Diagnoseverfahren ambulant durchzuführen (inkl. Lumbalpunktion) und damit in der Regel nach wenigen Tagen eine eindeutige Aussage zu treffen. Im Falle einer MS Diagnose bieten wir das gesamte Spektrum aller verfügbarer Therapeutika, also von den bewährten Basistherapeutika bis hin zu monoklonaler Antikörpertherapie, Methotrexat oder auch den sogenannten „Orals“, also den modernen Therapeutika in Tablettenform. Besonders stolz sind wir in diesem Zusammenhang, dass wir durch die reglemäßige Teilnahme an klinisch pharmakologischen Studien sowohl Therapeutika im Entwicklungsstadium anbieten können, als auch im Zulassungsfall über einen Erfahrungsvorlauf mit diesen Präperaten verfügen. Die enge Kooperation mit den hausinternen physikalischen und kognitiven Therapieformen rundet die Versorgung dieser schweren Krankheitsformen ab.

Die Schädigung der peripheren Nerven z. B. durch Diabetes mellitus („diabetischer Fuß“) stellt eine häufige Komplikationen von Stoffwechselerkrankungen, Intoxikationen oder auch Chemotherapien dar. Neben der Diagnostik und Graduierung können wir Aussagen zur Prognose und symptomatischen Therapie treffen.

Rückenschmerzen gehören zu den häufigen Beschwerden in den ärztlichen Praxen. Die Ursachen können funktionell im Bereich einer Dysbalance der Haltungs- und Bewegungsmuskulatur liegen. Es können aber auch strukturelle Veränderungen wie der sogenannte Bandscheibenvorfall zu den schmerzhaften Symptomen führen. Der Nerv ist in der Mehrzahl der Fälle der „Leidtragende“, selten die eigentliche Ursache. Trotzdem macht sich eine neurologische Diagnostik häufig nötig. Sei es zur Abgenzung der unterschiedlichen Ursachen oder zur Bestimmung des Ausmaßes der Nervenschädigung, z.B. als Grundlage einer OP Empfehlung.  In einer neurologisch-schmerztherapeutischen Kombination können wir ferner Empfehlungen für eine dezidierte Therapie der neuropathischen Komponente des Schmerzes in Ergänzung zu Ihrer Betreuung durch den Hausarzt, den Orthopäden oder Chirurgen geben.

Schwindel kann viele Ursachen haben. Statistisch finden sich diese nur selten im neurologischen Fachgebiet. Jedoch sind die potentiellen neurogenen Ursachen oft mit ernsten Erkranungen assoziiert, was eine diesbezügliche Umfelddiagnostik begründet. Neben einer funktionellen Darstellung der am Gleichgewicht beteiligten Hirnstrukturen, empfehlen wir daher in den meisten Fällen auch eine hochauflösende Darstellung des Gehirns einschließlich des Hirnstammes (MRT).