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Kopfzentrum GruppeDie medizinische Neuraltherapie

Die medizinische Neuraltherapie (MNT)

Die medizinische Neuraltherapie

Über Nerven behandeln

Die Neuraltherapie basiert auf Wirkstoffen, die spannungsabhängige Natriumkanäle an den Nerven blockieren. Dadurch kann vorübergehend die Depolarisation und Reizweiterleitung blockiert werden. Je nach Einsatzort können damit einfache Schmerzen (z.B. Zahnschmerzen) unterbunden und kompliziertere Schmerzen (wie Kopfschmerzen) unterbrochen werden. Die Neuraltherapie macht sich den Effekt zunutze, dass durch die Behandlung von Nerven und den Schaltzentralen (Ganglien) auch rückwärtige Effekte eintreten können. Das sind Wirkungen auf das vegetative Nervensystem, u. a. entzündungshemmend, thromboseverringernd, allergiehemmend. 

Die Ausbreitung der elektrischen Leitung der Nerven kann durch Narben und andere Strukturen gestört sein („Störfelder“). Durch eine geschickte Neuraltherapie können diese Störungen umgangen und eine neue Verschaltung zum Schmerzzentrum initiiert werden. 

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Bei der Neuraltherapie handelt es sich um eine nebenwirkungsarme Behandlungsmethode, welche sich seit 100 Jahren bewährt hat. Es werden in der Regel kurz wirksame örtliche Betäubungsmittel, meist Procain (15 min. Wirkzeit) angewendet. 

Die seltenen Nebenwirkungen sind:
>    Wenn ein Nerv behandelt wurde, kann es zu kurzzeitigen Ausfallerscheinungen (Taubheit, Unbeweglichkeit der abhängigen Gliedmaßen, Missempfindungen u. ä.) kommen. Diese Folgen liegen in der Natur der Behandlungsmethode und sind in der Regel nach 15–60 min wieder vollständig verschwunden. In dieser Zeit sind Sie nicht verkehrsfähig und sind angehalten in der Praxis zu bleiben.
>    Sehr häufig sind typische Folgen einer Injektion zu beobachten: kleiner Bluterguss, Schmerzen durch Nadelstich, leichte Nachblutung.
>    Eine kurzfristige Verschlimmerung der Beschwerden ist manchmal zu beobachten und stellt keinen Grund zur Beunruhigung dar.
>    Gelegentlich können leichte vorübergehende Kreislaufbeschwerden, leichter Schwindel oder Benommenheit auftreten.
>    Selten sind allergische Reaktionen (wird in der Regel zu Beginn der Behandlung getestet bzw. ausgeschlossen).
>    Sehr selten tritt eine allergische Reaktion auf das verwendete örtliche Betäubungsmittel trotz vorherigem Austesten auf.
>    Sehr selten können trotz sorgfältiger Desinfektion Infektionen an den Injektionsstellen auftreten.
>    Extrem selten können Verletzungen von Nerven, Gefäßen, inneren Organen auf die Folgebehandlungen nach sich ziehen.
>    Extrem selten können lebensbedrohliche Blutung oder anaphylaktischer Schock auftreten.

Wann können wir die Therapie nicht durchführen?
Bei bekannter Allergie gegen Lokalanästhetika, bei Gerinnungsstörungen und Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten (ASS, Falithrom, Marcumar…), bei Myasthenia gravis (Muskelschwäche), schweren Blutdruckregulationsstörungen und schweren Formen der Herzschwäche, bei schweren psychischen Störungen. Wenn Schwangerschaft besteht, informieren Sie bitte den behandelnden Arzt.

Wann wird Neuraltherapie angewendet?
>    Kopf: migräneartiger Kopfschmerz, Nackenkopfschmerz, neuralgiformer Gesichtsschmerz
>    Nase: entzündliche oder allergisch bedingte Erkrankungen der Nase oder Nasennebenhöhlen
>    Ohr: entzündliche Erkrankungen des Ohres, Tinnitus
>    Erkrankungen des Bewegungsapparates: Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Halswirbelsäule
>    Vegetative Funktionsstörungen, Wundheilungsstörungen, gestört verheilte Narben

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