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Kopfzentrum GruppeDie mikrochirurgische Tubendilatation über den Nasenrachen und/oder über das Mittelohr

Die mikrochirurgische Tubendilatation über den Nasenrachen und/oder über das Mittelohr

Wie kann ich meinen ständigen Ohrdruck wegbekommen?

Warum wird das Mittelohr überhaupt krank?
Das Ohr des Menschen ist empfindlich, der Mittelohrraum winzig klein. Gleichzeitig kann das Ohr nur funktionieren, wenn dieser Mittelohrraum gut belüftet ist und der Mittelohrdruck mit dem umgebenden Luftdruck übereinstimmt. Die Belüftung des Mittelohrs ist einzig und allein über die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) möglich, ein Muskelschlauch, der zwischen dem Nasenrachen und dem Mittelohr verläuft.

Leider ist die Ohrtrompete eine Engstelle, die sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter häufig nicht funktioniert. Der resultierende Unterdruck führt zu den allermeisten Erkrankungen des Mittelohrs. Gedämpftes Hören (Tubenbelüftungsstörung, Mittelohrerguss), Schallleitungsschwerhörigkeit, Schäden an den winzigen Gehörknöchelchen (Arrosion) und Entzündungen der Schleimhaut und des umliegenden Knochens (Otitis media chronica und Cholesteatom) sind die Folgen.

Wie kann man die Ohrtrompete behandeln?
In den meisten Fällen genügt eine stumpfe Erweiterung der Region knapp hinter dem Eingang in der Ohrtrompete. Dazu kann ein Mikroinstrument unter endoskopischer Kontrolle eingeführt werden. Der Eingriff erfordert keinen Schnitt. Stattdessen wird ein genau definierter Druck auf die Muskelhülle der Ohrtrompete ausgeübt, um Verklebungen an Engstellen zu lösen. Dazu wird das Instrument über die Nase unter Sichtkontrolle in den Eingang der Ohrtrompete platziert. Nach wenigen Tagen kann die Ohrtrompete wieder besser funktionieren. In einigen Fällen ist eine zwei- bis dreifache Wiederholung der Prozedur sinnvoll.

Im Falle der Sondierung über das Mittelohr ist zunächst eine mikrochirurgische Eröffnung über einen Zugang durch das Trommelfell erforderlich. Danach wird der Chirurg eine spezielle Sonde in die Ohrtrompete einfügen, über die er sowohl eine Erweiterung, eine Spülung vornehmen als auch Medikamente einbringen kann.

Warum muss der Patient für diese Behandlung etwas zuzahlen?
Obwohl das Verfahren der Tubendilatation seit mehr als 5 Jahren in mehreren tausend Fällen die Wirksamkeit bewiesen hat, chirurgischen Verfahren weit überlegen ist und dabei Kosten sparen kann, lehnen die allermeisten gesetzlichen Krankenversicherungen die Kostenübernahme für eine ambulante Behandlung ab, da die Prozedur noch nicht den langwierigen Prozess zur Aufnahme in den Leistungskatalog der EBM absolviert hat.

Das von ACQUA Klinik entwickelte Verfahren erlaubt die kontrollierte Aufdehnung der Ohrtrompete ohne Verletzungen der Umgebung. Dadurch können dauerhafter Ohrdruck, Tinnitus und Schwerhörigkeit behandelt werden. Bis Mai 2017 wurden > 300 Patienten erfolgreich behandelt.

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Die mikrochirurgische Tubendilatation über den Nasenrachen und/oder über das Mittelohr (TDIL)
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