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Kopfzentrum GruppeNachrichten

Faktencheck Vorwurf "unnötige Operationen"

Wie werden unnötige Operationen vermieden?

Wie machen das ACQUA Medical und KOPFZENTRUM?

Wie machen das die Anderen?

Jede Behandlung, die die Möglichkeit einer chirurgischen Therapie umfasst, wird anhand von medizinischen Handbüchern absolviert und kontrolliert. Das sind detaillierte Protokolle, welche den aktuellen Stand der Medizin umfassen. Erst wenn sich eindeutig Befunde finden, die nur durch eine Operation behandelt werden können, erlaubt das System dem Arzt überhaupt, mit dem Patienten über diese Möglichkeit zu sprechen. Selbst dann gilt nach unseren Leitlinien das Prinzip „konservative Behandlung vor chirurgischer Behandlung“.

Zu jeder Aufklärung einer Operation gehört der ausdrückliche Hinweis für eine Zweitmeinung. Bei komplexeren Eingriffen bietet das deutschlandweit einmalige Konzept des peer-review eine zusätzliche Sicherheit: für den Fall der Versorgung mit einem Cochleaimplantat werden alle Befunde anonymisiert an unabhängiges deutsches CI-Zentrum gesendet, um vor der Operation die Bestätigung zur Indikation zu prüfen.

In einem kontinuierlichen Begutachtungsprozess werden Operationsindikation auch im Nachhinein kritisch geprüft und damit sichergestellt, dass diese nur dann eingesetzt werden, wenn es wirklich keine bessere Lösung gibt.

Einen Überblick über das Indikationsverhalten eines Anbieters bietet die sogenannte OPI-Quote, also der Anteil von Patienten, die mit einer Operation behandelt werden. Diese lag im Jahr 2020 gerade einmal 2,02 %.

Die Entscheidung über eine Operation kann ziemlich ungeregelt sein. Sie kann davon abhängen, wie erfahren der jeweilige Kollege mit den chirurgischen Verfahren ist. Dabei haben viele HNO-Ärzte niemals eine tiefe chirurgische Ausbildung durchlaufen oder aber seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr operiert. An anderen Einrichtung wird ausschließlich operiert und es besteht gar keine Möglichkeit einer vernünftigen konservativen ambulanten Behandlung. Das führt dazu, dass bei ein und demselben Krankheitsbild die sogenannte OPI-Quote extrem schwanken kann. Veröffentlichung zu dieser Quote andere Anbieter liegen leider nicht vor, man kann sie jedoch zwischen nahe 0-75 % der behandelten Patienten schätzen.

Strukturierte, regelmäßige peer-review Verfahren für Operation sind bei anderen HNO-Anbietern nicht bekannt.

 

Wie häufig werden Zweitmeinungen zu OP-Indikationen eingeholt?

Wie machen das ACQUA Medical und KOPFZENTRUM?

Wie machen das die Anderen?

Jedem Patienten wird die Empfehlung zur Zweitmeinung begeben. Im Jahr 2020 haben knapp 11 % der Patienten (462 Patienten) diese Möglichkeit nach unserer Kenntnis genutzt. Dabei empfehlen wir bewusst Mitbewerber, die ähnliche chirurgische Behandlung anbieten und solche Kollegen, die fast nur konservativ behandeln.

Offensichtlich ist die Bereitschaft zur Empfehlung einer Zweitmeinung eher wenig ausgeprägt. Jedenfalls sind im Jahr 2020 in allen Praxen von Kopfzentrum nur insgesamt 49 Patienten zu einer Zweitmeinung durch andere Anbieter vorgestellt worden. Rein rechnerisch müssten es bei einer vergleichbaren Bereitschaft zur Zweitmeinung mehr als 2.000 Patienten gewesen sein.

 

Wie häufig führen Zweitmeinungen zu einer Korrektur der Empfehlung?

Wie machen das ACQUA Medical und KOPFZENTRUM?

Wie machen das die Anderen?

Die Rate von Patienten, die von unserer Empfehlung zur Operation Abstand nehmen lag im Jahr 2020 bei 1,9 %. Jeder dieser Fälle wurde durch unser Medical Board kritisch geprüft und bewertet.

Vergleichbare Zahlen werden leider durch andere Anbieter nicht veröffentlicht. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese auch nicht bekannt sind.

 

Führen falsche Anreize des Gesundheitssystems zu unnötigen Operationen?

Wie machen das ACQUA Medical und KOPFZENTRUM?

Wie machen das die Anderen?

Wir verspüren keinen wirtschaftlichen Anreiz zu Operationen. Im Gegenteil. Wir operieren unsere Patienten in einem ambulanten System und mit einer Kostenerstattung nach dem sogenannten einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Diesem Katalog wird schon lange unterstellt, dass er die Kosten der ambulanten Operationen nicht ausreichend abbildet. So erhalten wir zum Beispiel für die Durchführung einer Polypen-Operation beim Kind knapp 200 €, für die ziemlich komplizierte Operation an den Nasennebenhöhlen, einschließlich der Anwendung von hochauflösenden Mikro-Kameras, Navigationssystem und Kollisionswarnsystem ca. 600 €. Dafür müssen chirurgisches Personal, OP-Saal, Nachbetreuung und Nachbehandlung in höchster Qualität sichergestellt werden.

Die gleiche Operation, welche ambulant ca. 600 € Kostenerstattung bedeutet, wird in der staatlichen Krankenanstalt mit 2800 €, also den 4,6 fachen Kosten durchgeführt. Dabei sind heute Operationen in den HNO-Abteilung der Krankenhäuser neben der Behandlung von Tumoren nahezu die einzige Möglichkeit, Patienten zu betreuen und deren Behandlung abzurechnen. Dies könnte zu einem wirtschaftlichen Druck und/oder einem falschen Anreiz zur Operation führen. In jedem Fall verhindert diese Struktur konsequent das Angebot ambulanter Operationen, da diese sich für die Krankenhäuser nicht rechnen.

 

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